Anmerkung: Sehr gerne gehe ich persönlich davon aus, dass wirklich kein Mensch einen anderen Menschen verletzen möchte. Der einzige Grund hierfür wäre, sich selbst oder die Familie zu beschützen - in extremen Situationen, in welche Sie hoffentlich nie geraten werden.
Eine Anwendung der präsentierten Verteidigungsoptionen stellt einen Tatbestand der Körperverletzung dar (außer Alarme), und darf nur im Verteidigungsfall eingesetzt werden. Hier geht es nur um Empfehlungen bzw. Aufzählung der Möglichkeiten - nicht um eine juristische Beratung.
Bitte beachten Sie auch die gesetzlichen Altersbeschränkungen.
Hier zu beachten:
Je nach Anwendungsbereich gibt es diverse Modelle
- Pfefferspray (Wolke)
Diese Variante versprüht den Wirkungsstoff wie ein Deo oder ein Haarspray mit kleinen Tröpfchen.
Vorteil: Ein großer Bereich wird abgedeckt, kaum ein Zielen ist notwendig
Nachteil: Im Freien bei Wind könnten diese Tröpfen im schlimmsten Fall zurückgeweht werden
- Prefferspray (ballistisch)
Diese Variante versprüht einen flüssigen Strahl.
Vorteil: Windresistent
Nachteil: Zielen erforderlich
- Pfeffergel (ballistisch)
Diese Variante versprüht ein Gel, ähnliche Konsistenz wie eine Flüssigseife.
Vorteil: Windresistent, haftend
Nachteil: Zielen erforderlich
Meine Empfehlung für Damen: Nicht in der Handtasche deponieren - sondern in der Jackentasche.
Piexon Guardian Angel
Leicht zu transportieren, hohe Wirkung des Gels
Vorteile: Windresistent, 2 Kammern = 2 "Schüsse"
höhere Abschreckung mit Pistolenoptik, Laser möglich, größere Reichweite als Pfeffergel
Nachteile: Zielen erforderlich
Piexon JPX - Pfefferschießer
Professioneller Selbstschutz
Vorteile: Hohe Reichweite, 2 - 4 Kammern, höhere Abschreckung durch Pistolenoptik, Laser möglich, höhere Reichweite als Guardian Angel,
Pfefferkartuschen auswechselbar - nachladen möglich, Holster erhältlich
Nachteile: Zielen erforderlich, etwas sperrig für unterwegs
Ich empfehle diese Möglichkeit für Securities und privaten Anwendern mit großen Räumen oder Grundstücken. Eine Anwendung unter 1,5 Meter ist durch den Impact problematisch.
Byrna Launcher
Diese nichttödliche Selbstverteidigungswaffe verschießt durch CO2 Kal. .68 Hartplastik Projektile oder Pfefferbälle, welche beim Auftreffen aufplatzen und den Angreifer stoppen sollen.
Vorteile: Pistolenoptik. Durch Treffer von Hartplastik, welche durchaus auch Glas zerschmettern können, wird der Angreifer nicht nur verletzt, sondern auch geschockt. Große Reichweite.
Nachteile: Zielen ist erforderlich. Bei "ungenauen" Treffern mit Hartplastik erzielt man eventuell bei Angreifern - vor allem mit dicker Kleidung - nicht das gewünschte Ergebnis.
Im Freien verflüchtigt sich das Pfefferpulver relativ rasch.
Meine Empfehlung: Auch Polizeieinsatzkräfte setzen diese Möglichkeit ein. Jedoch nicht, ohne zu üben.
Diese gibt es in verschiedenen Varianten.
- Taschenalarme
- Mobilalarme
- Alarme mit Taschenlampe
- Personenschutzalarme
Grundsätzlich bieten diese ein lautes Alarmsignal, welches bei Gefahr ausgelöst werden können.
Vorteile: Leicht zu transportieren, auch für Jugendliche eine Option, günstig in der Anschaffung
Nachteile: Geringe Abschreckung, Aufmerksamkeit von Passanten bei Alarmen nehmen in der Gesellschaft ab.
Meine Empfehlung: Ein Taschenalarm macht Sinn - wird die Handtasche entrissen, geht der Alarm los. Das könnte den Dieb dazu veranlassen, das geraubte Gut fallen zu lassen.
Tür-Alarm
An die Tür gehängt - zu Hause - aber auch unterwegs im Hotelzimmer, bietet dieser Türalarm guten Schutz bei nicht autorisiertem Öffnen.
Der Alarm weckt Sie und gibt Ihnen Zeit, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Ebenso schreckt er Einbrecher ab und alarmiert auch Nachbarn.
Glasbruch-Alarm
Ein durchaus wirksamer Schutz bei Einbrüchen über schwer zu schützende Veranda-Türen oder Fenster - z. B. im Garten- oder Terrassenbereich.
Bei Glasbruch ertönt ein lauter Alarm und gibt Ihnen Zeit, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Ebenso schreckt er Einbrecher ab und alarmiert auch die Nachbarn.
Anders als Elekroschocker, welche Dioden verschießen, sind die präsentierten Verteidigungsmaßnahmen in Österreich legal.
Hier gibt es mehrere Varianten, von 200.000 Volt bis 400.000 Volt. Der Angreifer wird durch den Stromstoß kampfunfähig gemacht - eine Anwendung im Hals- oder Herzbereich könnte jedoch tödlich enden.
Vorteile: Hohe Wirkung, z. B. bei Anwendung im Muskelbereich in Armen oder Beinen, Sicherheitsleine
Nachteile: Nähe zum Aggressor notwendig, etwas sperrig für unterwegs
Teleskop-Einsatzstöcke, ausziehbar
In Österreich legal, so lange die Spitze nicht aus einem Metall besteht.
Die Firma Bonowi stellt hochwertige Produkte in diesem Segment her.
Grundsätzlich interessant für MitarbeiterInnen von Security-Unternehmen.
Vorteile: Große Wirkung, große Abschreckung, Führen möglich durch Holster
Nachteile: Definitiv Schulung erforderlich
Grundsätzlich ab 18 erhältlich. Im Schulungszentrum Josefsgasse erhalten Sie diese Teleskop-Einsatzstöcke nur mit einer Waffenberechtigung wie Waffenbesitzkarte oder Waffenpass.
Oder mit einer Bestätigung, dass Sie für ein Sicherheitsunternehmen tätig sind oder dieses als Unternehmer betreiben.
